VANILLE- BLOG, 07.10.2022
"Viva Mexico" , 1810
Die Unabhängigkeit Mexikos bereitet dem spanischen Monopol auf Vanille das Ende
„Viva México!“ und „Independencia!“ tönte es aus den Kehlen von 600 Mitstreitern. Nur das Schlagen der Kirchenglocken konnte das Getöse im Morgengrauen übertönen. In der kleinen Gemeinde Dolores in Zentralmexiko sammelten sich die Anwohner zum bewaffneten Kampf gegen die Kolonialherrschaft der Spanier. Der Anführer war ein 57 jähriger Priester, Miguel Hidalgo. Mit dem Unabhängigkeitskrieg wollte er Mexiko nach dem Vorbild der Vereinigten Staaten von Amerika in eine Republik führen.
Dem `Grito de Dolores` (zu Deutsch: Schrei von Dolores) folgten schnell Zehntausende, die nicht militärisch ausgebildet und schlecht bewaffnet waren. Bereits fünf Tage danach rückten die Aufständischen bis Guanajuato, der Hauptstadt der Provinzverwaltung (Intendencia), vor.
An diesem Septembertag im Jahre 1810 legte Hidalgo mit seinen Anhängern den Grundstein für einen Feldzug, der die Freiheitskämpfer letztendlich zur Unabhängigkeit Mexikos führte.
Mit der Kolonialisierung Mexikos im Jahr 1519 durch Hernan Cortez hielten die spanischen Kolonialherren nahezu 300 Jahre das Gewürzmonopol über die Vanille. Nachdem bereits 1807 Pflanzen illegal nach Europa geschmuggelt worden waren, stand der Zugang zu der begehrten Nutzpflanze nun der restlichen Welt offen.
Neben den Niederländern, die in Folge eine industrielle Kultur der Vanille auf Java anstrebten, waren schließlich die Franzosen die Nutzträger.
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